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15.05.2019

Chancen für die Schweizer Wirtschaft

1. Umweltbelastung unseres Wohlstandes in der Schweiz
Unser Wohlstand in der Schweiz verursacht eine Umweltbelastung, welche in den neunziger Jahren zu 56% im Ausland und zu 44% im Inland lag. Fünfzehn Jahre später sind dieselben Zahlen: 73% im Ausland und 27% im Inland. Das heisst, wir sind in der Schweiz sauberer geworden, aber auf Kosten des Auslandes. Da Umweltprobleme kausal mit Krankheitssymptomen einhergehen können, haben wir auch solche «exportiert». Chance: Wir haben das technische Wissen, weltweit mehr Umweltschutz zu betreiben.

2. Finanzplatz Schweiz
Die Schweiz ermittelt pro Jahr ungefähr 50 Millionen Tonnen CO2. Berücksichtiget man den Lebensweg von Produkten, das heisst vor- und nachgelagerte Produktionsbereiche, erhöht sich der Ausstoss um etwa einen Faktor 3. Der Einfluss des Finanzplatzes Schweiz auf den weltweiten CO2-Ausstoss liegt aber 20 Mal höher; der Einfluss ist somit ein Mehrfaches höher, als unser direkter Ausstoss in der Schweiz. Chance: Wir haben den finanziellen Einfluss, weltweit mehr zu tun.

3. Ressourcenhandel durch die Schweiz
Die Schweiz (respektiven in der Schweiz ansässige Unternehmen) ist weltweit einer der relevantesten Händler von natürlichen Ressourcen. Je nach Rohstoff laufen 20-65% des Welthandels über Schweizer Unternehmen. Die damit verknüpfte Umweltauswirkungen sind ebenfalls fast 20 Mal so gross, wie die Umweltbelastung des gesamten Schweizer Konsums. Chance: Wir haben die Macht, auch in diesem Bereich weltweit mehr Einfluss zu nehmen.

4. Ökologischer Fussabdruck in der Schweiz
Der ökologische Fussabdruck liegt in der Schweiz bei drei Erden, doppelt so hoch wie im Durchschnitt auf der gesamten Welt und dreimal so hoch, wie die Erde ertragen würde. Das heisst, jeweils etwa im April eines Jahres haben die SchweizerInnen die natürlichen Ressourcen jeweils aufgebraucht, welche ihnen fairer Weise zustehen würden; dies ist auch bezüglich der sozialen Verantwortung fraglich. Zu sehen ist auch, dass wir 35% der produzierten Nahrungsmittel dem Abfall zuführen (food waste). Chance: Wir haben ein überdurchschnittliches Potenzial, die Belastungen selber zu reduzieren.

5. Das Schweizer Bildungssystem
Die Schweiz geniesst mit dem Dualen Bildungssystem weltweites Ansehen. Und die Hochschulen der Schweiz gehören weltweit zu den angesehensten, so zum Beispiel die Eidgenössisch Technische Hochschule ETH Zürich, welche auf dem europäischen Festland im Ranking der Hochschulen Platz 1 einnimmt. Chance: Wir haben bedeutende Möglichkeiten, weltweit mehr Einfluss für die Nachhaltigkeit durch Aus- und Weiterbildungen zu nehmen. Und: Die Schweiz gehört zu den innovativsten Ländern der Welt.

Praxisnahe Weiterbildungen in Umweltschutz, sozialer Verantwortung und Nachhaltiger Wirtschaft
Seit vielen Jahren bietet der Wirtschaftsverband Swissmen den Basiskurs für Umweltbeauftragte an; und SAQ-Qualicon führt den Lehrgang zum Umweltmanagement durch. Seit 10 Jahren läuft an der Privaten Hochschule Wirtschaft der Studienlehrgang zur Nachhaltigen Wirtschaft. Nun verbindet diese drei Institutionen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, um Synergien zu nutzen und den KundInnen optimale Möglichkeiten der Weiterbildung anzubieten. Die Kurse sind untereinander kombinierbar, die Module gegenseitig anrechenbar: siehe Schema 1.

Konzept Umwelt- und Nachhaltigkeitsbild

Weitere Informationen sind auf den jeweiligen Homepages der beteiligten Partner zu finden.
Auskünfte erteilt gerne: Markus Braun,
markus.braun@nachhaltigewirtschaft.ch / www.nachhaltigewirtschaft.ch