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25.11.2011

Firmenbesichtigung John Deere und Phoenix für PHW-Studierende

Am Sonntag, 25. September, trafen sich 15 Masterstudenten der PHW Privaten Hochschule Wirtschaft Bern für einen Studienaus­flug nach Mannheim, Deutschland. Die Besichtigung der Firmen John Deere und Phoenix stand auf dem Programm. Nach der 4.5 stündi­gen Fahrt genossen wir ein typisch deftiges Abendessen in einem gemütlichen Lokal. Die StudentInnen, die aus verschiedenen Klassen stammen, hatten Gelegenheit, sich beim Essen und einem Glas Wein kennenzuler­nen und auszutauschen.


 Am Montagmorgen war die Besichtigung der Firma John Deere, Weltmarktführer im Bereich Landtechnik, angesagt. John Deere wurde im Jahr 1837 gegründet und ist heute eine der bestangesehensten Firmen weltweit. Der Gründer war Huf­schmied und Erfinder. Er besass nicht viel mehr als eine Werkstatt, ein ausrangiertes Sägeblatt und eine Idee, die den Landwirten helfen, und das Bild der Landwirtschaft für alle Zeiten ändern, sollte.


Das Werk in Mannheim ist das grösste ausserhalb der USA. Alle drei Minuten verlässt ein fixfertiger Traktor das Produktionsband. Wir erhielten eine sehr professi­onelle und ausführliche Führung durch die Produktion. Die Herstellung der Fahrzeuge geschieht nach dem Prinzip der Lean Production. Es war sehr spannend, dies anhand eines praktischen Beispiels vor Ort zu betrachten.


Die Produktion ist in verschiedene Gruppen unterteilt. Jede Gruppe funktio­niert als selbständige Organisation und trägt selbst die Verantwortung für die Qualitätsprüfung der hergestellten Halbfabrikate. Im Unternehmen John Deere werden aus­schliesslich Maschinen auf Antrag produziert. Die Herstel­lung eines Traktors dauert im Schnitt 1.5 Wochen. Bei jedem Produkt muss auf kunden- und landesspezifische Eigenheiten geachtet werden. Um Fehler zu vermeiden, ist es unabdingbar, streng nach KAIZEN und SixSigma zu arbeiten. Nur auf diese Weise gelingt es dem Unternehmen John Deere seine Position als Weltmarktführer zu verteidigen.

Zum Abschluss bot sich die Gelegenheit, das Museum zu besichtigen, in welchem sich nostalgische Traktoren der An­fangszeit an neuste Modelle reihen.

Am Nachmittag besuchten wir die Firma Phoenix, führend im Pharmahandel Europas.  Der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2010/11 betrug 21‘737‘772 Euro.

Die Firma Phoenix kauft Medika­mente bei Herstellern wie Novartis oder Roche ein und ver­treibt diese an Apotheken. Eine Apotheke kann bis zu fünf Mal pro Tag beliefert werden.

Als Einstieg erhielten wir eine span­nende Firmenpräsentation. Darauf folgte eine Führung durchs Lager, von welchem aus die Apotheken beliefert werden. Während dem Rundgang erlebten wir mehrere Überraschun­gen. Die Anlage stammt aus dem Jahr 1975, sprich ist eher älteren Jahrgangs. Nicht wenige unserer Gruppe entdeckten Verbesserungspotenzial in diversen Bereichen. Die beiden Damen, welche die Lagerführung begleiteten, kamen in den Genuss einer theoretischen Einführung ins Thema Lean Management von Herrn Prof. Hasenböhler.


Eine unerwartete Besichtigung, jedoch ein sehr spannender Vergleich, zwei so unterschiedlich arbeitende Firmen besuchen zu können. Bald machten wir uns auf den Heimweg. Unisono waren wir der Meinung, dass sich der Ausflug gelohnt hat und niemand Einwände gegen weitere Firmenbesichtigungen hätte.