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30.12.2020

Jahresrückblick 2020

Keine Frage, wer hätte das noch vor 10 Monaten für wahr gehalten? In deutschen Städten herrscht seit einigen Tagen nächtliche Ausgangssperre, im spanischen Madrid ist das inzwischen fast schon «normal». Den Glühwein darf man nur noch im Sitzen trinken und das WC-Papier wird als knappes Gut gehandelt. Desinfektionsspender mutiert zum Wort des Jahres 2020 und ich habe schon wieder meine Maske verlegt. Haben Sie übrigens auch schon Ihr Geburtsdatum für ein «Coke Zero» angeben müssen?

Ansonsten alles OK: Wir sind auf Abstand, Berührungen sind tabu und 24h Maske ist auch tiptop. Eines ging gerade vergessen: Zusammenkommen, treffen und chatten geht auch nicht mehr – wir sind ja regelkonform.

Diese Rückschau soll nicht zum Regeln brechen inspirieren. Sie ist einfach eine Metapher für eine verrückte Welt in 2020, 2021, und vielleicht sogar für immer?

Ein PHW Credo lautet: «Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab».

Ganz im Sinne des grossen Wirtschaftsphilosophen Sir Karl Popper und Zitatsvater wären sicher auch weitere ausgewählte Werte und Haltungen der PHW:

  • Unsere Lehre leistet einen Beitrag zur Bewältigung aktueller und absehbarer künftiger Herausforderungen.
  • Wir sind eine Bildungsinstitution, die Verantwortungsbewusstsein und einen kompetenten Umgang mit Veränderung, Diversität und Nachhaltigkeit fördert.
  • Wir sind der Freiheit von Lehre und Forschung verpflichtet und übernehmen die uns zurechenbare gesellschaftlich-kulturelle Verantwortung.
  • Wir fördern eine Kultur des Dialogs, der offenen Kommunikation und der konstruktiven Konfliktaustragung.

Wir glauben also an die Freiheit der Lehre und die Freiheit des Geistes.

Ein Hochschulstudium fördert vernünftiges, reflektiertes Denken. JungakademikerInnen sollen Wissenschaft und methodisches Vorgehen begreifen und verstehen. Ähnlich wie in einer «gewöhnlichen» Literaturanalyse soll der studierende Forscher zu schnelle Urteile vermeiden und über dargebotene Informationen nachdenken. Er oder Sie soll Fragen stellen wie etwa: «Woher wissen sie das? Was ist der Grund? Was ist die Informationsquelle?» In der Folge sind alternative Hypothesen zu ergründen. Dieses Handeln ist zielgerichtet und unterscheidet sich vom einfachen Agieren.

Wir sind froh, dass wir im ablaufenden Jahr 2020 doch einigermassen systematisch, begründet und geordnet handeln konnten. Als eidgenössische Hochschule ist es unser Auftrag in wechselseitiger Beeinflussung zu Gesellschaft und Politik zu stehen.

Ein Zurück in die «alte» Welt wird es nicht geben: Für die PHW bedeutet dies Angebote auch künftig digitaler anbieten und die Tools für virtuelle «Co-Creation & Collaboration» nutzen.

Ein weiteres epochales Zeitalter grosser Veränderungen hat spätestens in 2020 begonnen. Die Einflüsse auf das gesellschaftliche Leben und die Berufswelt sind bereits in Sichtweite. Der Begriff des «cours normal» ist pulverisiert.

Wir werden uns zurechtfinden müssen – ob wir wollen oder nicht. An einer PHW wird auch in 2021 der persönliche Kontakt, die Begegnung und der Austausch im Zentrum stehen. An dieser Nähe soll sich nichts ändern – sie ist und bleibt der Kern der PHW-Kultur. Der Netzwerkgedanke, der Austausch und die gegenseitige Unterstützung ist ein zentrales Attribut unserer Marke.

Portraits von allen Mitarbeitern die das Glas auf das neue Jahr erheben
In diesem Sinne wünschen wir allen nur das Beste für das kommende Jahr
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