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Forschung

Gewinnen Sie Einblick in die Themen der Forschungs- und Abschlussarbeiten unserer Studierenden
Insgesamt 12 Einträge.
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In dieser Bachelorthesis werden generationsspezifische Anforderungen ermittelt, welche Jugendliche der Generation Z an Arbeitgeber stellen und die bei der Personalrekrutierung berücksichtigt werden müssen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wird ein Handlungsleitfaden mit strategischen und operativen Massnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität durch ein generationsspezifisches Employer Branding erarbeitet. Zuerst wird die Rolle des Human-Resources-Managements, der Rekrutierung und des Employer Brandings betrachtet. Danach wird ein Einblick in den gesellschaftlichen Wertewandel der vergangenen Jahrzehnte sowie in die bedeutendsten Einflüsse auf den Arbeitsmarkt gegeben. Um die Besonderheiten der Generation Z für Arbeitgeber zu charakterisieren, wird zuerst auf die allgemeine Generationenthematik eingegangen. Dazu wird die Generation Z mit älteren Generationen verglichen, insbesondere mit der Generation Y. Im Gegensatz zur Generation Y, die sich durch sinnstiftende Visionen für Aufgaben motivieren lässt, will die Generation Z sich mit herausfordernden Projekten persönlich sowie beruflich weiterentwickeln. Im Unterschied zur Generation Y, welche auch nach der offiziellen Arbeitszeit verfügbar ist, fordert die Generation Z eine strikte Trennung von Berufs- und Privatleben. Um den eher geringen Forschungsstand zur Generation Z zu ergänzen, wurde eine interdisziplinäre Analyse mittels theoretischer Sekundärliteratur, einer Onlineumfrage mit 853 Jugendlichen sowie Interviews mit 6 Experten durchgeführt. Die Ergebnisse widersprechen teilweise den angenommenen Behauptungen. Es wurde etwa festgestellt, dass die Generation Z bei der Jobsuche nicht auf ihren privaten Medienkanälen kontaktiert werden will. Sie bevorzugt es, beim Erstkontakt persönlich angesprochen zu werden. Sie ist während dem Bewerbungsprozess weniger digital als angenommen. Insgesamt zeigte sich, dass die Arbeitgeberattraktivität bei der Generation Z durch einen innovativen und modernen Unternehmensauftritt gesteigert werden kann, und dass für die Generation Z Werte wie Authentizität und Transparenz bei der Arbeitgeberwahl eine entscheidende Rolle spielen. Jugendliche der Generation Z wollen sich mit der Unternehmensphilosophie ihres Arbeitgebers identifizieren können und die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln. Der Bewerbungsprozess sollte kreativ, schnell, transparent und auf Augenhöhe erfolgen. Zudem sind Bekannte und Freunde der Generation Z wichtige Beeinflusser bei der Jobsuche. Dem Bewerber soll eine bemerkenswerte und besondere Kandidatenerfahrung geboten werden. Durch ein einzigartiges Employer Branding kann es Arbeitgebern gelingen auf erzählerische und spielerische Weise die Generation Z anzuziehen. Die Vorliegende Bachelorthesis macht deutlich, dass Unternehmen für die Ansprache und Rekrutierung der Generation Z adäquate Kommunikationsinstrumente einsetzen müssen. Der erarbeitete Handlungsleitfaden bietet dafür die besten Voraussetzungen.

Anfragen

[Firma] umfasst sieben Business Units, welche einen unterschiedlichen Werdegang haben. Im Bereich des Qualitätsmanagements fehlt ein einheitliches methodisches Vorgehen zur Ermittlung der Kundenzufriedenheit. Zur Konsolidierung der erhobenen Daten wird zudem eine schweizweite Austauschplattform benötigt. Die Vorstudie belegt, dass der Grad der Kundenzufriedenheit lediglich in einer Business Unit aufschlussreich bestimmt werden kann. In der Prozesslandkarte von [Firma] besteht der Bedarf für einen klar definierten Prozess zur Ermittlung der Kundenzufriedenheit. Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines modularen Instrumentes zur systematischen Ermittlung und nachhaltigen Auswertung der Kundenzufriedenheit für [Firma]. Daraus resultiert folgende Fragestellung: Wie kann für [Firma] unter Berücksichtigung der Qualitätsanforderungen, mittels modularem Instrument, die systematische Ermittlung und nachhaltige Auswertung der Kundenzufriedenheit sichergestellt werden? Zur Beantwortung der Fragestellung werden schrittweise die Unterfragen zur Systematik in den Bereichen Prozess, Datenerhebung wie auch SharePoint behandelt. In starker Anlehnung an die Systematik resultieren ergänzende Unterfragen zur Nachhaltigkeit der Ermittlung. Zur Beantwortung der Fragestellung wurden sieben qualitative Experteninterviews durchgeführt. Die Vermengung der erhobenen empirischen Daten mit den theoretischen Ansätzen stützt sich auf zwei Nutzwertanalysen mit abschliessender Sensitivitätsprüfung. Bei der Thematik des Messverfahrens findet die multiattributive Methode ihre Verwendung. Unter Einsatz der kreativitätsfördernden Mindmap- und Prototyping-Methode entsteht ein Flowchart-Prozess wie auch der SharePoint-Arbeitsraum. Die abschliessende Validierung der Funktionalität des modularen Instrumentes setzt im Rahmen des Pretests auf die Probing-Interview-Technik. Die Erkenntnisse aus der Entwicklung fliessen in das Template, welches den Business Units im Rahmen der Modularität vier Erhebungsmethoden wie auch eine vorselektierte Liste mit Leistungsparametern und Leistungskriterien zur Auswahl stellt, ein. Anhand der gewählten Module lässt sich die Zufriedenheit auf detaillierter Ebene sowie global mit dem Kundenzufriedenheitsindex ermitteln. Unter Verwendung der Austauschplattform wird die Nachhaltigkeit mittels normierten Erhebungszyklen sichergestellt. Der abschliessende Pretest klassifiziert das modulare Instrument resümierend als begrüssenswert und benutzerfreundlich. Im Hinblick auf die digitale Transformation bietet sich mit dem modularen Instrument die Möglichkeit zur kontinuierlichen Verbesserung. Insbesondere für die Automation von Arbeitsvorgängen wurde die Grundlage für weiterführende Entwicklungen geschaffen.

Anfragen

Ein altes chinesisches Sprichwort besagt: „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Windmühlen und die anderen Mauern“. Dieses Sprichwort beschreibt treffend die verschiedenen Arten, wie die einzelnen Finanzinstitute1 mit den durch die Digitalisierung anstehenden Veränderungen umgehen. Einige Unternehmen versuchen zeitnah, die neuen technologischen Möglichkeiten zu implementieren. Andere hingegen schotten sich komplett ab. Die vorliegende Bachelorthesis untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Beratungsansatz sowie das Geschäftsmodell im Wealth Management von Schweizer Finanzinstituten. Es wird analysiert, wie sich die Schweizer Finanzinstitute im Geschäftsbereich „Private Banking“ zukünftig positionieren müssen, um gegenüber neuen Mitbewerbern bestehen zu können. Der Theorieteil dieser Thesis umfasst eine ausführliche Literaturanalyse aus Fachliteratur, Studien von renommierten Beratungsunternehmen sowie Publikationen von Schweizer Finanzinstituten rund um das Thema „Digitalisierung“. Darauf aufbauend wurde eine empirische Analyse durchgeführt. Mit Hilfe einer Online-Umfrage für Kunden und einer Online-Umfrage für Kundenberater wurde eruiert, welche Erwartungshaltung die von der Digitalisierung direkt betroffenen Parteien haben. In persönlichen Interviews mit fünf Fachexperten wurden die relevanten Fragen dieser Thesis hinsichtlich Auswirkungen der Digitalisierung auf das Private Banking ausführlich diskutiert und untersucht. Basierend auf diesen vier Informationsquellen (Fachliteratur, Umfrage für Kunden, Umfrage für Kundenberater sowie Experteninterviews) wurde je eine SWOT-Analyse bezüglich Beratungsprozess und Geschäftsmodell ausgearbeitet. Diese SWOT-Analysen sowie ein gewisser Interpretationsspielraum des Verfassers dienten dem Ausarbeiten von Handlungsempfehlungen. Die Prozessarchitektur und die Rolle als Finanzintermediär auf dem Schweizer Finanzplatz, verbunden mit dem Vertriebs- und Kommunikationskanal über das herkömmliche Filialnetz, sind am gravierendsten von der Digitalisierung betroffen. Die Prozessarchitektur in einem Schweizer Finanzinstitut ist oftmals sehr umfangreich und komplex, sodass eine vollkommene Digitalisierung entweder zu kostspielig wäre oder die Unternehmen eine End-to-End-Digitalisierung als nicht notwendig erachten. Diese Tatsache ermöglicht es neuen – häufig rein digital aufgebauten – Konkurrenten, in den Markt einzutreten. Heutzutage geniessen die Finanzinstitute eine Vorreiterrolle als Intermediär auf dem Finanzplatz. Durch die Digitalisierung ist diese komfortable Rolle jedoch arg in Bedrängnis geraten. Denn digitale Lösungen könnten die Finanzinstitute überflüssig machen. Das herkömmliche Filialnetz von Finanzinstituten ist teuer und für viele Kundenbedürfnisse heutzutage nicht mehr notwendig. Die zunehmende Verlagerung von Bankdienstleistungen auf Online-Plattformen macht viele Filialen unrentabel. Schweizer Finanzinstitute sollten im Bereich Private Banking und im Speziellen im Wealth Management, also in der Vermögensverwaltung und der Anlageberatung, ihre Rolle respektive ihr Geschäftsmodell ändern. Sie sollten mit potentiellen neuen Mitbewerbern Kooperationen eingehen, um damit ein digitales Öko-System aufzubauen und sich nur noch auf die höchstprofessionelle Beratung sowie Betreuung der anspruchsvollen Kundschaft fokussieren. Dank den Werten Diskretion, Vertrauen und Fachwissen wird ihnen die Bedeutung als kompetenter Finanzberater auch zukünftig gesichert bleiben. Denn die heutige Kundschaft wie auch die zukünftige Generation legen nach wie vor sehr grossen Wert auf die persönliche Beratung durch den Kundenberater. Die Digitalisierung bringt viele Veränderungen und Risiken mit sich. Kennt man jedoch seine eigenen Stärken und setzt diese geschickt ein, dann bietet die Digitalisierung enorme Chancen, um das bestehende Geschäftsmodell neu auszurichten, die Positionierung im Markt zu festigen und mit geeigneten Kooperationspartnern neue Märkte zu erschliessen. Wer hingegen weiterhin Mauern statt Windmühlen baut, hat längst verloren.

Anfragen

In einem Online-Assessment wurden die kognitiven Problemlösungskompetenzen von Schachspielern bewertet und diese Wertung auf einen Zusammenhang zur Spielstärke im Schach hin untersucht. Das Resultat zeigte eine schwach positive signifikante Korrelation zwischen dem Resultat des Assessments im kognitiven Problemlösen und der Elo-Wertungszahl der Schachspieler. Gründe dafür konnten nicht in der Demografie oder in den Schachmetriken der Teilnehmer gefunden werden. Die theoretischen Ansätze deuten an, dass stärkere Schachspieler im Spiel über eine bessere Mustererkennung verfügen als schwächere Spieler. Dies legt die Vermutung nahe, dass eine bessere Mustererkennung den kognitiven Problemlösungsprozess unterstützt und somit die Problemlöser bessere Ergebnisse, unterstützt durch die zu den Mustern gespeicherten Lösungen, liefern können. Durch die höhere Bearbeitungszeit der Aufgabenstellungen durch Schachspieler im Vergleich zur Kontrollgruppe konnte die bestehende Forschung repliziert werden. Eine neue Erkenntnis ist eine sich nach oben verschiebende Normalverteilung der Bearbeitungszeit, je höher die Spielstärkeklasse der teilnehmenden Schachspieler ist. Dies deutet darauf hin, dass Schach die Motivation, Beharrlichkeit und Suchtiefe der Problemlöser fördert. Abschliessendes Fazit ist, dass sich ein Nutzen von Schachsport für die Wirtschaft als Training der Musterspeicherung und -erkennung sowie der Bildung und Stärkung von Persönlichkeitsmerkmalen herauskristallisiert.

Anfragen

Die Schweizer Baubrache trägt mit einer Wertschöpfung von knapp 34 Mrd. Schweizer Franken 5.2% zum nominalen Bruttoinlandprodukt der Schweiz bei (vgl. (Schweizerischer Baumeisterverband, 2016)). Diese Zahlen zeigen auf, dass der Bausektor ein wichtiger Wirtschaftszweig der Schweizer Volkswirtschaft ist. Aufgrund der anstehenden Veränderung, welche auf die Digitalisierung zurück zu führen ist, wird sich die Baubranche in den kommenden Monaten und Jahren einem massiven Wandel unterziehen müssen. Es ist davon auszugehen, dass durch die Digitalisierung die bestehenden Prozesse und Abläufe stark verändert werden. Darum erstaunt es nicht, dass das Digitalisierungsthema in der Schweizer Baubranche und allgemein in der Schweizer Wirtschaft kontrovers diskutiert wird. In dieser Arbeit wird der Fokus wird auf die Bauzuliefersparte Turmdrehkran gelegt, für welche die Auswirkungen der Digitalisierung im Detail untersucht werden. Diese Betrachtungsweise wird aufgrund der Komplexität hinter dem vorliegenden Thema festgelegt. In einer ersten Phase werden so viele Digitalisierungstrends wie möglich auf Stufe Baubranche (Metaebene) erfasst. Daraus resultiert eine Auflistung von Trends, welche die Baubranche aktuell und in Zukunft beschäftigt. In einem nächsten Schritt sind die Auswirkungen dieser Trends bezogen auf die Turmdrehkranbranche (Subebene) zu ermitteln. Diese Herleitung der Trends wird aus dem Grund gewählt, weil die Turmdrehkranbranche als Zulieferant der Schweizer Baubranche agiert. Die Digitalisierung wird in einer ersten Phase die Baubranche betreffen. Die Auswirkungen auf die Bauzulieferanten (Turmdrehkranbranche) treffen erst sekundär ein. Die ermittelten Trends werden anschliessend anhand spezifisch ausgewählten Kriterien bewertet und analysiert. Am Ende der Trendanalyse resultiert eine Prioritätenliste, nach welcher die Turmdrehkranbranche die Bearbeitung der Trends angehen kann. Ein Teil der Bewertung wird durch eine Befragung von spezifisch ausgewählten Unternehmen abgedeckt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden anhand der subjektiv generierten Informationen abgeglichen und ggf. korrigiert. Die Auflistung der Trends anhand der Wichtigkeit basiert somit auf einem systematischen Herleitungsprozess. Für die ersten drei Trends aus der Prioritätsliste sowie einen zusätzlich ausgewählten Trend wird jeweils eine mögliche Verwendung im Grundsatz beschrieben. Daraus kann eine Stossrichtung für die Verwendung der Trends abgeleitet werden. Es stellt sich heraus, dass die Digitalisierungstrends, bei welchen es um die Vernetzung der Maschinen untereinander sowie um die Kollaboration zwischen Mensch und Maschine geht, das grösste Potential birgt. Die Erkenntnisse und Informationen, welche am Ende der Arbeit vorliegen, lassen darauf schliessen, dass die Digitalisierung die Schweizer Baubranche und deren Zulieferanten in absehbarer Zeit stark beschäftigen wird. Dementsprechend ist es an der Zeit, die Digitalisierung in die strategischen Überlegungen der Unternehmen miteinzubeziehen. Die anstehende Veränderung bringt tiefgreifende Umstrukturierungen mit sich. Nur diejenigen Unternehmen, welche sich aktiv mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen, werden erfolgreich am Markt bestehen können.

Anfragen

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche Rolle der Preis bei der Auslagerung von Planungsleistungen im Haustechnik-Markt spielt. Ausgangsvoraussetzung der Studie waren Problemfelder des Auftraggebers Planfabrik wie bspw. das Auftragsgrössenrisiko bei Kunden, aber auch Strategieüberlegungen, wie das Wachstum des Unternehmens bspw. durch Neukundenakquise umgesetzt werden kann. Viele Marketingbetrachtungen wurden diesbezüglich bereits gemacht und Massnahmen eingeleitet. Im Bereich des Pricings gab es aber noch einen ‘blinden Fleck’. Das Ziel der Studie war es, ‘Pricing-KnowHow’ im Unternehmen Planfabrik zu generieren um die Strategien und Methoden in der Literatur (Theorie) besser zu verstehen und um daraus die Fragen ob und welche Rolle der Preis bei der Auslagerung von Planungsleistungen bei ‘KMU-Unternehmern’ spielt, ob durch das Instrument ‘Pricing’ das preissensitive Kundensegment Heizungsunternehmer zu Neukunden gemacht werden kann, weshalb dies so und wie sich eine mögliche Strategie umsetzen lässt, zu beantworten. Die Durchführung der Analyse erfolgte einerseits durch ein Literatur-Review. Andererseits ist die vorliegende Arbeit eine explorative Studie. Es wurden dabei 3 Gruppen (Akademiker, Berater und Unternehmer) zum Thema ‘Pricing’ explorativ untersucht. Daraus sollten insgesamt vier Forschungsfragen, welche teilweise durch das Literatur-Review aber v.a. durch die Antworten aus den Interviews, beantwortet werden. Die Ergebnisse aus der Sicht des Autors sind einerseits ernüchternd, auf der anderen Seite aber auch lohnend. Die Befragten untermauern die Theorie (Literatur) mit der Aussage, dass eine Pricing-Strategie in jedem Fall sinnvoll ist. Was sich jedoch genau damit erreichen lässt und was nicht wird in der gesichteten Theorie (Literatur) nicht erläutert. Die Literatur gibt keine klare Auskunft darüber, welche Faktoren zur erfolgreichen Umsetzung einer Pricing-Strategie entscheidend sind. Der Autor hat in der Studie, durch die Interviews, einige wichtige Faktoren aufdecken können. Weiter gibt die Literatur keine genauen Informationen darüber, welche Bedeutung der Preis beim Outsourcing von Dienstleistungen im KMU-Umfeld im Allgemeinen sowie im Haustechnik-Markt hat. Sie liefert aber einerseits Informationen darüber, welche Faktoren bei einer ‘Make-or-Buy’- Entscheidung wichtig sind (Preis, Kaufkraft, persönlichen Präferenzen und Opportunitätskosten der Zeit), andererseits welche Ursachen zum Outsourcing führen, und dass Unternehmen u.a. Know-How-Defizite der Nachfrager, steigende Produktkomplexität als auch aus Kostengründen, Dienstleistungen zunehmend einkaufen. Der Autor empfiehlt der Geschäftsleitung der Planfabrik diese Studie als Grundlage zu nutzen, um weitere qualitative Interviews durchzuführen, und um die hier in der Studie gemachten Erkenntnisse zu untermauern oder weitere Ein- und Ansichten zu gewinnen. Dabei ist sich der Autor sicher, dass v.a. beim Sample 3 ‘KMU-Unternehmer’ weitere nützliche Informationen zum Thema abzuholen sind. Der Autor der Studie schlägt darum der Geschäftsleitung der Planfabrik vor, dass das Sample 3 ‘KMU-Unternehmer’ mittels qualitativen Interviews weiter zu untersuchen. Die Erkenntnisse sollen als Basis bzw. Grundlage zur Hypothesen-Entwicklung verwendetwerden. Darauf basierend soll eine quantitative Studie entwickelt werden – die die hier gewonnenen Erkenntnisse statistisch untermauern. Weiter ist zu erwähnen, dass Planfabrik das ‘Van-Westendorp-Verfahren’ anwenden soll, welches zur Messung von Preisbandbreiten und Preisbereitschaften dient. Durch dieses Verfahren soll herausgefunden werden, welcher (Indifferenz-)Preis die Heizungsunternehmer pro Quadratmeter ‘planen FBH’ zu bezahlen bereit wären. Die Erkenntnisse aus dieser Studie reichen nicht aus, um kurzfristig an der jetzigen PricingStrategie der Planfabrik etwas zu ändern.

Anfragen

Wie alle bedeutenden Wirtschaftszweige, sieht sich auch der Immobilienmarkt stetigem Wandel ausgesetzt. Neben dem branchenübergreifenden Einfliessen neuer Technologien und globaler Verflechtungstendenzen, stehen im Dienstleistungssektor vor allem eine effiziente Prozessabwicklung und die Fokussierung auf das Customer Experience Management im Vordergrund der jüngsten Anstrengungen. Neue Kommunikationsmittel und Business Modelle wirken diesbezüglich beschleunigend und regen vielversprechende neue Ansätze an. Die neusten Entwicklungen führen Unternehmungen weg von einer rein produktegesteuerten Strategie, hin zu Strategieansätzen, welche den Kunden mit seinen Bedürfnissen als Ausgangspunkt für die strategische Planung sehen. Einer dieser Ansätze ist das Geschäftsmodel Business Eco-System. Dabei soll der Kunde das Zentrum aller Tätigkeiten darstellen und durch intelligente Verflechtung von Produkten und Dienstleistungen proaktiv betreut werden. Im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen entstehen dabei mehr Entry-Points für die Unternehmung. Der Kunde wird über einen grossen Zeitraum betreut und somit an die Unternehmung, respektive deren Eco-System gebunden. Die Helvetia Versicherungen (HV) strebt die Integration des erwähnten Eco-System Gedankens in die Geschäftsstrategie 2020 an. Dabei sollen mehrere Eco-Systeme für die unterschiedlichen Geschäftsbereiche konzipiert und implementiert werden. Die vorliegende Thesis widmet sich dem Eco-System Home, welches den Immobilienmarkt mit seinen angrenzenden Branchen umschliesst und untersucht. Dabei wird der Teilabschnitt der Customer Journey von der Suche nach einem Eigenheim bis zum Abschluss einer Hypothek untersucht und neu interpretiert. Für die HV soll die Untersuchungen in eine Neukonzeption der Customer Journey münden. Die umfassende Erhebung der Marktleistungen bringen hervor, dass aktuell 21 verschiedene Leistungen auf die Kundenbedürfnisse treffen. Aufgrund der Nachfrage- und Angebotsverhältnisse herrscht ein Verkäufermarkt vor, welcher dem Anbieter eine stärkere Verhandlungsposition eingesteht. Es werden vorwiegend konservative Vertriebs- und Kommunikationskanäle genutzt und regionale Netzwerke sind von grosser Bedeutung für Sucher und Anbieter. Betrachtet man die Marktdemographie stellt man fest, dass sich die Altersspanne der potentiellen Kunden ausweitet. Somit ergibt sich ein diversifiziertes Kundenpotential, welches in einer Zeit, geprägt von neuen Kommunikationsmitteln, über klassische Kanäle bedient wird. Die geringen Marketingaktivitäten seitens der Anbieter dürften dabei auf den Verkäufermarkt zurückzuführen sein. Die Erhebungen der Bedürfnisse resultieren in 79 gesammelten Bedürfnissen, welche in 19 Bedürfniscluster zusammengefasst werden können. Obschon der Immobilienkauf ein sehr individuelles Unterfangen ist, lassen sich seitens der Endkunden Tendenzen und Muster finden, wie sie den Prozess erlebt haben und wie sie ihn erleben möchten. Die Essenz der Arbeit liegt darin, die vorhandenen Marktleistungen mit den Bedürfnissen zu vergleichen und daraus Unstimmigkeiten zu finden. Aus der Erhebung, der Interpretation und Ableitung der Daten deduzierten die Autoren 14 Funktionen für die angestrebte Plattform, welche sowohl dem Kunden verbesserte Bedürfnisbefriedigung, als auch der HV neue Interaktionspunkte und folglich Geschäftsmöglichkeiten bieten sollen. Die neuen Funktionen sind in eine visuelle Customer Journey eingearbeitet und lassen erkennen, dass die Plattform - ganz im Sinne des Eco-System Gedankens - der zentrale Kanal für alle involvierten Parteien ist. So konnten für den bearbeiteten Teilabschnitt 189 neue Interaktionen geschaffen werden. Abschliessend wird der HV mit Hilfe von Wireframes ein Vorschlag für eine künftige Gestaltung der Plattform übergeben.

Ausgangslage und Problemstellung: Bei [Firma] werden alle Lagerartikel mit systembedingten, pauschalen Lagerkosten von 9.5% beaufschlagt. Es spielt dabei keine Rolle, wie lange oder wie häufig ein Artikel an Lager liegt. Zudem wurde immer wieder festgestellt, dass gewisse Lagerartikel (Halbfabrikate) nur Stunden oder einzelne Tage am Lager liegen und kurze Zeit später wieder für die weitere Verarbeitung in der Produktion benötigt werden. Mit Hilfe vom SAP-Auftragsnetz, sollte es nun möglich sein, Halbfabrikate ohne Zwischenlager direkt mit dem nächsten Produktionsauftrag zu verknüpfen und somit den Laufweg in der Produktion zu verbinden. Damit würde bei solchen Artikeln der Umweg über das Lager wegfallen. Dadurch sollte es möglich sein, Lagerkosten einzusparen. Fragestellung und Ziel: In dieser Arbeit gilt es nun herauszufinden, ob durch den Einsatz von SAP-Auftragsnetzen wirklich Lagerkosten eingespart werden können und wie gross die Wirksamkeit der Lagerkosteneinsparung wirklich ist. Um dies festzustellen, müssen die Vor- und Nachteile vonAuftragsnetzen, sowie deren ideale Verwendung bekannt sein. Das bedeutet: Für welche Kundenartikel ist ein Auftragsnetz geeignet und für welche nicht. Vorgehen und Datenanalyse: Um das Ziel zu erreichen, wurden als erstes diverse SAP-Daten aufbereitet. Aufgrund von verschiedenen Ausschlusskriterien wurden am Ende vier Halbfabrikate einer Detail-Analyse unterzogen. Die Detail-Analyse sollte zeigen, wie sich die ausgewählten Halbfabrikate mit einer Disposition via SAP-Auftragsnetz verhalten. Folgende Fragen wurden gestellt, um den Effekt vom Auftragsnetz zu beurteilen: - Gibt es eine Lagerkosteneinsparung durch einen optimierten Laufweg in der Produktion? - Weist die SAP-Kostenkalkulation Einsparungen von Lagerkosten auf? - Verändern bzw. verteuern sich die Herstellkosten der Halbfabrikate durch den Einsatz von Auftragsnetzen? Die Resultate der Detailanalyse haben gezeigt, dass mit Auftragsnetzen die Halbfabrikate nicht mehr einen Umweg über das Lager machen und direkt in der Produktion weiterlaufen können. Somit können in erster Linie Lagerpersonalkosten reduziert werden, da weniger Artikel ein- und ausgelagert werden müssen. Die kalkulierten SAP-Kosten bleiben mit Auftragsnetz gleich gross wie ohne, obwohl der Artikel nicht mehr ans Lager geht. Somit profitiert der Kunde kurzfristig nichts von der Laufweg- bzw. Kosteneinsparung. Die Herstellkosten der Halbfabrikate werden bei zwei der vier analysierten Artikel grösser. Der Grund dafür ist die kleinere Losgrösse in der Produktion, die durch den Einsatz von Auftragsnetzen entstehen würde. Dies bedeutet, der Kunde zahlt in Zukunft bei zwei Artikeln mehr als bis anhin. Dies ist natürlich bei preisintensiven Artikeln und stetigem Konkurrenzkampf sehr schlecht und kann dadurch nicht akzeptiert werden. Aus diesem Grund wird festgehalten, dass Auftragsnetze nur sinnvoll sind, wenn der Verkaufspreis für den Kunden mindestens gleich bleibt. Potential für Auftragsnetze Nach der Beurteilung der Wirkung von SAP-Auftragsnetzen, musste das Potential für den Einsatz bei [Firma] abgeschätzt werden. Da der Verkaufspreis für den Kunden nicht steigen darf, wurde eine Erhöhung der Herstellkosten als „Killer-Kriterium“ definiert. Die Abschätzung hat gezeigt, dass im Monat November durch Auftragsnetze ca. 188 Warenbewegungen von total 5‘066 Warenbewegungen weggefallen wären. Dies entspricht 3.7% weniger Personalaufwand. Einsparung der Lagerkosten: Durch den Einsatz von SAP-Auftragsnetzen können Personalkosten eingespart werden. Die Einsparung der Personalkosten beträgt je nach Szenario CHF 6‘527 bis CHF 8‘820. Auf die gesamten Lagerkosten von CHF 418'318 beträgt die mögliche Einsparung der SAPAuftragsnetze damit 1.5 -2.0%. Wirksamkeit zur Senkung von Lagerkosten: Vergleicht man die Quote 1.5 bis 2.0% bzw. das Einsparungspotential mit anderen Möglichkeiten, ist die Wirksamkeit eher gering. Wenn man Lagerkosten senken möchte, gibt es viel effektivere Massnahmen als das Auftragsnetz. Um grosse Einsparungen zu erzielen, setzt man am besten beim Lagerbestand an. Durch das Reduzieren der Bestände ergeben sich diverse Einsparungsmöglichkeiten. Die Kapitalkosten können stark reduziert werden (8-10%). Kosten durch Überbestände nehmen ab (6-10%), sowie viele zusätzliche Effekte, wie z.B. Versicherungskosten oder Abschreibungen sinken. Durch das Reduzieren der Lagerbestände sind Einsparungspotentiale in der Summe von bis zu 32% möglich. Dagegen bringt das Auftragsnetz nur Einsparungen von ca. 1.5 – 2.0%. Fazit und Empfehlung: Für das Senken von Lagerkosten sind die Auftragsnetze nur eine kleine Hilfe. Nichtsdestotrotz hat das Auftragsnetz Stärken. Diese sind folgende: - Laufweg- und Prozessoptimierungen in der Produktion - Keine Überproduktion möglich (z.B. bei Projekten oder bei Prototypen) - Keine Lagerhaltung betreiben, wo immer möglich und sinnvoll Da der Aufwand für die Umstellung auf das SAP-Auftragsnetz sehr gering ist, empfiehlt der Autor [Firma] diese trotzdem zu nutzen. Durch den Einsatz dieser neuen Möglichkeit, wächst das Wissen der Mitarbeiter und weitere positive Effekte vom SAP-Auftragsnetz können entdeckt und genutzt werden. Zudem können ab sofort geringe Einsparungen erzielt werden. Gleichzeitig empfiehlt der Autor, allen Firmen den Einsatz von Auftragsnetzen zu prüfen. Diese sind vor allem für Firmen interessant, die eher im Projektgeschäft tätig sind oder für diejenigen, die sehr kleine Stückzahlen produzieren. Für diese Firmen wird die Nutzung vom Auftragsnetz sehr wahrscheinlich höhere Einsparungen mit sich bringen, als in dieser Arbeit evaluiert.

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Damit ein Ski Fahrspaß und Sicherheit bietet, sollte er auf den Fahrstil des Kunden abgestimmt sein. Das Smartphone des Kunden kann mit einer App die Beschleunigung beim Skifahren messen. Daraus kann ein Kurventyp erkannt werden und anschließend im Fachgeschäft bei der Skiauswahl berücksichtigt werden. GPS Daten liefern zusätzlich Informationen über die gewählten Pisten und die gefahrenen Trajektorien. Auch diese Angaben fließen in die individuelle Beratung ein. Dieses Projekt stellt die entsprechenden Mess- und Auswertungsverfahren und den Beratungsvorgang vor.

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Die dezentrale Energieversorgung mittels Photovoltaikanlagen gilt als eine wichtige Technologie in der Umstellung auf erneuerbare Energien im Rahmen der Energiestrategie 2050 des Bundes. Damit könnten sie als zukunftsweisendes Investitionsobjekt für Immobilienbesitzer, Unternehmen und Landeigentümer interessant sein. In den vergangenen Jahren wurden vielerorts Photovoltaikanlagen auf Firmendächern und Privathäusern installiert. Der Betrieb solcher Anlagen generiert Erträge in Form von elektrischer Energie und Minderausgaben durch einen geringeren Energiebezug vom lokalen Energieversorger. Sie erzeugen aber auch Aufwände wie Wartungs- und Unterhaltskosten, Kapitalkosten usw. Der technologische Fortschritt in dieser Branche geht weiter. So werden die Anlagen immer günstiger und immer effizienter. Für jeden Betreiber einer solchen Photovoltaikanlage stellt sich somit zwangsläufig die Frage, wann die Anlage durch eine neue ersetzt werden soll. Um dieser Thematik auf den Grund zu gehen, wird ein dynamisches, mathematisches Modell entwickelt, welches auf diese Frage eine Antwort liefern soll. Als Basis der Berechnung wurden Parameter zusammengetragen, welche einen Einfluss auf den Life Cycle haben können. Die Kerndaten sind in drei Kategorien (Finanziell, Technisch & Umwelt) unterteilt. Konkret vergleicht das Modell den Restnutzen einer bestehenden Anlage (bis zum Erreichen des vorgesehenen Lebensende) mit dem Teilnutzen einer neuen Anlage, die dank technologischem Fortschritt effizienter und günstiger ist, über eben diesen Zeitraum. Anhand dieses Vergleiches kann der optimale Ersatzzeitpunkt der Anlage berechnet werden. In der Anwendung des Modells bei kleinen und mittelgrossen Anlagen, zeigen sich Unterschiede beim optimalen Ersatzzeitpunkt. Bei einem geringen Eigenverbrauch lohnt ein frühzeitiger Ersatz einer Kleinanlage nicht. Wohingegen sich ein frühzeitiger Ersatz bei mittelgrossen Anlagen, unabhängig des Eigenverbrauchs, immer lohnt.

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Gamification ist ein stetig wachsender Bereich und findet nun auch Einzug in der Weiterbildung. Durch die Anwendung von Spiel-Design-Elementen soll eine höhere Motivation bei den Lernenden erzielt werden und somit bessere Endergebnisse. Dabei soll der Prozess des Lernens mit multimedialen Inhalten und die Grundlagen der Motivation berücksichtigt werden. Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, ob Gamification effektiv ist und diese Ansprüche erfüllen kann. Dazu werden die Kosten in der Entwicklung und Absolvierung eines multimedial aufgebauten Kurses und eines gamifizierten Kurses verglichen. Zudem wird der Anwendungsunterschied von Game-Design-Elementen und die Wirkung dieser auf die Selbstbestimmung der Lernenden untersucht. Ferner wird die Frage nach dem kurz- und langfristigen Lerneffekt der Teilnehmenden erforscht. Im empirischen Teil wird eine randomisierte Vergleichsstudie durchgeführt. Diese beinhaltet den Vergleich zwischen einem Kurs mit multimedialen Lerninhalten und einem Kurs mit multimedialen und gamifizierten Lerninhalten. Dazu wurden die 50 Probandinnen und Probanden randomisiert in die Gamification-Gruppe (Experimentalgruppe) oder in die Multimedia-Gruppe (Kontrollgruppe) eingeteilt. Insgesamt haben 44 Personen die Studie abgeschlossen, was einer Rücklaufquote von 88 % entspricht. Durch einen ausgewogenen Mix von multimedialen Elementen findet bei den Lernenden keine kognitive Belastung statt und die Lerninhalte werden schneller und besser im Gedächtnis verarbeitet. Zudem lässt sich durch die Verwendung von Texten, Bildern und Videos ein abwechslungsreicher Kurs zusammenstellen. Die Studie ergibt, dass, mit der Anwendung von GameDesign-Elementen, das Motiv nach Kompetenzerleben am stärksten gefördert wird. Dies geschieht vor allem durch die Elemente Herausforderungen in Form von Übungen, Erfahrungspunkte und Badges (Abzeichen). Zusätzlich hatte die Anwendung dieser Elemente einen positiven Einfluss auf den Lerneffekt in der Gamification-Gruppe. Diese schloss den ersten Wissenstest rund 9 % besser ab als die andere Gruppe und das Wissen blieb über die weiteren Wochen stabil. Der gemessene Langzeiteffekt war bei der Multimedia-Gruppe ebenfalls stabil. Durch die Anwendung von Game-Design-Elementen waren die Entwicklungskosten dennoch um rund 15 % höher und die Teilnehmenden benötigten rund 14 % länger bei der Absolvierung des Kurses. Dies wiederum wirkte sich positiv auf die Wissenstestergebnisse aus. Laut Stampfl (2012, S. 16) sind Spiele seit jeher wichtiger Bestandteil der menschlichen Entwicklung und unserer Kultur. Es lässt sich daher erahnen, welche Bedeutung Gamification bzw. der Einsatz von Spielmechanismen in der betrieblichen Weiterbildung sowie in anderen unternehmerischen Kontexten zukünftig haben wird.

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In dieser Bachelor Thesis wird einführend die Welt der Personalberatung, deren Dienstleistungen und Recruiting-Methoden sowie die Unterschiede zu anderen externen Personaldienstleistern dargestellt. Da sich die Personalberatungen wie so viele andere Branchen ebenfalls im Wandel der Digitalisierung befinden, wird anschliessend die Thematik des modernen E-Recruitings, dessen Möglichkeiten in der Personalgewinnung sowie Auswirkungen auf die Personalberatung erläutert. Im Rahmen einer Umfrage mit über 100 ausgewählten Privatpersonen und 400 verschiedenen Schweizer Arbeitgebern wurde ermittelt, wie diese zu den neuzeitlichen E-Recruiting Trends, Methoden und Technologien wie z. B. ChatBots, Matching-Portale oder auch Roboter-Sys-teme, Social Media Recruiting und Active Sourcing stehen, ob sie diese einsetzen würden oder ablehnen. Zudem wurde eruiert, welche der verschiedenen Dienstleistungsangebote der Personaldienstleister wie z. B. Feststellenvermittlung, Personalverleih, Headhunting, Assessment oder auch Outplacement, in welchem Masse von den befragten Zielgruppen bereits in Anspruch genommen werden. Die befragten Themen wurden mithilfe einer Sekundärforschung, aus aktuellen Studien der Schweiz und Deutschland, gewählt. Die Ergebnisse der Untersuchungen im Bereich E-Recruiting zeigen, dass Trends wie Talent-Pool, Talent- und Job-Recommender sowie Matching-Portale eine äusserst positive Resonanz von Seiten der Arbeitgeber und Kandidaten haben. Trends wie Video-Bewerbung, ChatBots und Online-Recruiting-Games (E-Assessment) erhielten von beiden Seiten eher schlechte Bewertungen. Uneinig sind sich die Anspruchsgruppen einzig beim Trend One-Click-Bewerbung. Beim Thema E-Recruiting Methoden erzielte besonders das Mobile-Recruiting und Social Media Recruiting äusserst positive Rückmeldungen. Auch besonders gefragt war die Methode des Active Sourcing. Einen eher schlechten Rücklauf dagegen hatte die Methode des Robot Recruitings. Im Rahmen der Befragung sollte ebenfalls ermittelt werden, mithilfe von welchen Kanälen/Plattformen die Arbeitgeber rekrutieren und wie mit den Kandidaten kommuniziert wird, gleichermassen wurden die Kandidaten gefragt, auf welchen Plattformen sie sich bewegen. Klare Favoriten sind Stellenportale wie Jobs.ch, Webseiten der Arbeitgeber und soziale Netzwerke wie Xing, LinkedIn und Facebook. Im Bereich Personaldienstleister fanden Themen wie die Feststellenvermittlung, Verleih, Outplacement und Assessment Anklang. Aufgrund der Erkenntnisse wurden Optimierungsvorschläge für die Personalberatung Kohler & Partner erarbeitet, welche die Firma in diesem Wandel zum Erfolg führen könnten. Die vorliegende Bachelor Thesis macht deutlich, dass Arbeitgeber und Kandidaten eine ähnliche positive Einstellung zum E-Recruiting und dessen Möglichkeiten haben. Dem Testen und Einführen von neuen Technologien und Methoden steht soweit nichts im Weg.

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